Seit Juni ist es hier ruhig geworden. Aus einer geplanten Sommerpause wurden mehrere Wochen, in denen für mein „Coaching-Business“ kaum Raum geblieben ist.
Sommerpause
Im Juni stand plötzlich die Trennung meiner Eltern im Raum. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für unseren Urlaub in Norwegen. Vieles kam zusammen, und ich merkte, dass meine Kraft gerade an anderer Stelle gebraucht wurde.
Im Urlaub habe ich deshalb alles ausgeblendet, was mit Arbeit und Coaching zu tun hatte. Ich wollte wirklich Abstand nehmen, Zeit mit meiner Familie verbringen und neue Kraft sammeln.
Norwegen, die Natur und das Unterwegssein haben mir gutgetan. Trotzdem war natürlich nicht alles nur leicht. Als Patchworkfamilie mit mehreren Kindern unterwegs zu sein, bedeutet auch, viele unterschiedliche Wünsche, Bedürfnisse und Befindlichkeiten unter einen Hut zu bekommen. Jeder soll sich wohlfühlen, jeder möchte gesehen werden und manchmal passt trotzdem nicht alles zusammen.
Auch die Trennung meiner Eltern war nicht einfach weg, nur weil ich weit weg war.
Trauer
Zurück zu Hause begann der Alltag wieder. In mein Coaching-Business fand ich nicht so leicht zurück. Die Pause hatte mir Abstand gegeben, aber längst nicht alles aufgefangen, was mich innerlich beschäftigte.
Das, was Familie für mich fast 40 Jahre lang bedeutet hat, existiert in dieser Form nicht mehr. Geburtstage und Weihnachten werden künftig anders aussehen. Man überlegt plötzlich, wem man was erzählt, wie Begegnungen ablaufen können und wie sich der neue Alltag für alle Beteiligten gestalten wird.
Das ist ein Abschied. Und dieser Abschied macht mich traurig.
Ich habe versucht zu akzeptieren, dass nicht alles gleichzeitig geht. Dass manche Dinge warten müssen, wenn die eigene Kraft für den Alltag und die Familie gebraucht wird. Leicht fiel mir das nicht. Aber es war notwendig.
Neubeginn
Inzwischen merke ich, dass wieder Bewegung entsteht.
Am vergangenen Wochenende war ich im Rahmen meiner Ausbildung zum systemisch-integrativen Coach nach Dr. Migge bei einem Seminar zu Aktionsmethoden, Aufstellungen und Psychodrama. Die Arbeit mit systemischen Aufstellungen war für mich persönlich sehr bewegend, gerade weil meine eigenen Themen zurzeit so präsent sind.
Gleichzeitig hat mich das Seminar auch fachlich wieder abgeholt. Ich konnte neue Methoden kennenlernen, selbst erfahren und ausprobieren, die sich auch im Einzelcoaching einsetzen lassen. Das hat mir noch einmal deutlich gezeigt, warum ich diesen Weg gehen möchte.
Seit Kurzem sind außerdem meine Flyer im Umlauf. Ein kleiner, aber konkreter Schritt nach einer längeren Zeit, in der vieles stillstand.
Die Situation in meiner Familie ist damit nicht abgeschlossen. Und ich bin auch nicht plötzlich wieder voller Energie. Aber ich gehe meinen Weg weiter, mit neuen Erfahrungen und in meinem eigenem Tempo.
Vielleicht ist genau das mein Neubeginn in diesem Herbst, in dem auch Altes losgelassen werden darf.
Und wie war Dein Sommer?
Konntest Du zur Ruhe kommen und neue Kraft sammeln? Oder war Dein Sommer vielleicht ebenfalls unruhiger, anstrengender oder ganz anders als geplant?
Gibt es in Deinem Leben gerade eine Veränderung, die Kraft bindet? Etwas, von dem Du Abschied nehmen musst oder einen Bereich, in dem Du neu anfangen möchtest?
Wenn Du Dich in meinen Gedanken wiederfindest und Deine eigene Situation mit mir teilen möchtest, schreib mir gerne. Auch wenn Du spürst, dass Du bei einer Veränderung nicht allein weiterkommst, dann können wir gern gemeinsam schauen, was Du brauchst und welcher nächste Schritt für Dich möglich ist.
Alles Liebe
Anja
PS: Wenn Du neugierig auf Coaching bist, aber noch nicht weißt, ob es das Richtige für Dich ist, biete ich aktuell drei kostenfreie Einzelcoachings an. Im Gegenzug wünsche ich mir ein ehrliches Feedback, das ich mit Deinem Einverständnis veröffentlichen darf. Wenn Du Interesse hast, melde Dich gerne bei mir.
